Nina Sankovitch: Tolstoi und der lila Sessel

Tolstoi und der lila SesselEin Jahr lang jeden Tag ein Buch lesen? Für viele Buchmenschen sicher ein Traum. Nina Sankovitch erfüllt sich diesen, als sie nach dem Tod ihrer Schwester zunächst 3 Jahre für 2 Personen lebt und feststellt, dass sie dringend zur Ruhe kommen muss. Da Bücher in dem Leben beider immer eine große Rolle gespielt, steht für sie schnell fest, dass Bücher in den Mittelpunkt gerückt werden um zur Ruhe zu kommen. Einziges Kriterium: die Bücher dürfen nicht mehr als 250 Seiten haben. Jeden Morgen bloggt sie über das Buch vom Vortag und sucht sich anschließend das neue Buch des Tages heraus.

Meine Meinung:

Bücher über Bücher und Bücher über das Lesen gibt es viele. Das Buch von Nina Sankovitch ist jedoch viel mehr. Es zeigt die Bücherliebe zweier Schwestern und ihre Liebe zum lesen. “My year of magical reading” so nennt die Autorin ihr besonderes Lesejahr – und das spürt man bei jeder Seite dieses Buches. Im Leben gibt es Hochs und Tiefs – doch egal in welchen Zeiten, die Bücher sind unserer Begleiter: zum genießen, zum trösten, zum leben.

Bibliographische Daten:

Graf-Verlag, 288 Seiten, 2012

(5/5)

Rona Jaffe: Das Beste von allem

dasbestevonallem“Das Beste von allem” / “The best of everything” – ein New York Roman, ein Roman fürs Leben, entweder für die, die so alt sind, wie die 5 Protagonistinnen – Anfang 20 und wild entschlossen sich in die Stadt New York zu stürzen – oder aber für die, die sich erinnern, wie es war, wie das Leben so spielt und wie wahr es doch ist, was Rona Jaffe darüber schreibt. Nicht zuletzt ein Buch zum träumen – von New York, vom Leben, von der Liebe und den Weg im Leben zu finden, der einen erfüllt.

5 junge Frauen, die so verschieden sind und damit ganz verschiedene Vorstellungen vom Leben haben. Karriere oder Familie – in den 50er Jahren, in denen das Buch spielt und in denen es auch geschrieben wurde, war dies doch eine Frage, die für jene, die sich für Ersteres entscheiden wollten bzw. nicht für Zweiteres, doch weitaus schwieriger, als für die Frauen heute. Und doch – egal aus welcher Perspektive man dieses Buch liest, egal was man selbst für Vorstellungen hat oder welches Leben man führt – in jeder der 5 Frauen entdeckt man ein Stückchen von sich selbst – und sei es nur ein Gedanke.

“Das Beste von allem” – als es Ende der 50er Jahre erschien stürzten sich die jungen Frauen auf dieses Buch, von vielen Kritikern wurde es dennoch zerrissen. Verständlich für die Zeit, lässt die Autorin mitunter ihrer Figuren sprechen, was die Mädchen der Zeit nur denken durften, aber niemals sagen.

Im Nachwort erzählt sie selbst, wie es zu diesem Buch kam, ob sich ein Stück von ihr selbst darin findet und das es  nach der Veröffentlichung auch verfilmt werden sollte und auch wurde.

“Das Beste von allem” – bisher für mich das Buch des Jahres: in einer Art geschrieben, die es schwer macht, es aus der Hand zu legen, mit Charakteren, die man immer weiter kennen lernen möchte, mit wahren Worten über das Leben, als Schauplatz zum Einen New York und zum anderen der Verlag, in dem die Frauen arbeiten. All dies ist rundum gelungen. Und – so viel sei verraten – es gibt im Leben nicht immer ein Happy End – oder es nimmt ein paar Umwege.

Bibliographische Daten:

Ullstein Verlag, 656 Seiten, Neuausgabe 2012

(5/5)

Simone de Beauvoir / Hrsg. Susanne Nadolny: New York mon amour. Reisetagebuch

New York_mon amourNew York – die Stadt meiner Träume. Noch nie dagewesen, doch alles was mit New York zu tun hat, interessiert mich brennend und die Sehnsucht, in diese Stadt zu reisen wird immer größer.

Bei einem Bücherbummel durch eine Buchhandlung, fiel mein Blick auf dieses Buch und es war klar: das muss mit. Zuhause wollte ich dann “nur mal eben kurz reinlesen”, da war ich auch schon gefangen – von dieser Stadt und von der Autorin und ihrer Sprache.

“Trotz aller Bücher, die ich gelesen habe, trotz aller Filme, Fotos und Berichte – in meiner Vergangenheit ist New York eine sagenhafte Stadt: und zwischen Wirklichkeit und Legende gibt es keine Verbindung.” Simone de Beauvoir

“Ich hätte nie geglaubt, dass ich einen andere Stadt so lieben könnte, wie ich Paris liebe.” Simone de Beauvoir

Sie ist eine gewissenhafte Touristin und mit einen gefüllten Notizbuch macht sich Simone de Beauvoir 1947 auf die Reise und erkundet die Stadt ihrer Träume zu Fuß. Warnungen, wie zum Beispiel, dass sie Harlem meiden soll, schlägt sie in den Wind. Sie erzählt vom Leben der New Yorker und wie sie sich auch irgendwann als New Yorkerin (auf Zeit) fühlt, und der Amerikaner, sie erzählt von einem Amerika, in dem Unterdrückung von Mitmenschen eine große Rolle spielen – und wie dies u.a. in der Musik im Jazz verarbeitet wird und wie seine Kunstform, der Be-bop, entsteht. Sie erzählt aber auch von einem Land, welches den Menschen Hoffnungen und Chancen gibt, die sie in Europa so zum Beispiel nicht finden würden.

Für den Leser von heute wird Geschichte lebendig und ich persönlich fand es sehr erstaunlich, wie fortschrittlich Amerika Ende der 40er Jahre bereits war und wie lange manches brauchte, um nach Europa zu kommen. Für Simone de Beauvoir gilt, sie zieht immer wieder Vergleiche zwischen Amerika, das sie fasziniert und Europa, insbesondere Frankreich. Und wie immer gilt: auf der andere Seite ist das Gras nicht grüner und überall gibt es Vor- und Nachteile.

Was soll ich sagen? Eine unglaubliches Reisetagebuch einer unglaublichen Frau. Nicht nur, dass ich den Text und die Bilder im mich aufgesogen habe, ich habe auch eine Autorin kennen gelernt, die mich fasziniert und deren komplettes Werk noch vor mir liegt.

Ausgabe:

Es handelt sich um eine Lizenzausgabe deren Testauszüge Simone de Beauvoirs “Amerika – Tag und Nacht” (erschienen bei Rowohlt) entnommen sind. Zugegeben, die Tatsache, dass ich hier “nur” die Auszüge eines anderen Buches haben würde, haben mich vor dem Kauf kurz zögern lassen. Mit ausschlaggebend waren jedoch die wunderschönen Fotos von Andreas Feininger, dessen Panormafotos mit Teleobjekteiven mit sehr langer Brennweite sehr berühmt wurden, da er so die tatsächlichen Größenverhältnisse darstellen konnte. Herausgegeben wurde diese Sonderausgabe von Susanne Nadolny, die sich seit vielen Jahren mit Simone de Beauvoirs Leben und Werk befasst.

Bibliographische Daten:

edition ebersbach, 191 Seiten, Hardcover, 2012

(5/5)

Sean Hepburn Ferrer: Audrey Hepburn – Melancholie und Grazie. Erinnerungen eines Sohnes

AudreyAn einem Schmökerabend saß ich vor meinem Bücherregal und mir fiel ein Buch in die Hände, welches ich als es 2004 in Deutschland erschien, direkt haben musste und es an einem Tag durchgelesen habe: die Erinnerungen Sean Hepburn Ferrers an seine Mutter Audrey Hepburn. Ich schreibe bewusst nicht, Biographie, denn es sind die Erinnerungen eines Sohnes an seine Mutter. Eine Mutter, die eine weltberühmte Schauspielerin war und ein Mensch, der einfach nur eine Mutter sein wollte. Und so schreibt er von ihr. Beginnt mit ihrer Kindheit in Belgien, als sie davon träumte, eine Balletttänzerin zu werden und es ob der Kriegsjahre nicht mehr werden konnte. Geworden ist sie eine Schauspielerin, die Holly Golightly verkörperte, die mit Gregory Peck, Fred Astaire, Humphrey Bogart und Cary Grant und noch mit vielen Anderen Filme drehte, die in Erinnerung blieben, aber auch eine Mutter, die sich bewusst für ihre beiden Kinder Sean und Luca entschied, als diese geboren wurden und die sich als UNICEF-Botschafterin für Kinder in Somalia einsetzte. Diese Erinnerungen sind für jeden Fan ein kleiner Schatz zum immer wieder drin schmökern und es hat bei mir einen Platz bei den ganz besonderen Büchern.

(5/5)

Bibliographische Daten:

Henschel Verlag, 256 Seiten, Hardcover, 2004 – 2009 in der 7. Auflage erschienen

Haruki Murakami: Naokos Lächeln. Nur eine Liebesgeschichte

Naokos LächelnInhalt: Tokio in den späten 60er Jahren: Während sich auf der ganzen Welt die Studenten versammeln, um das Establishment zu stürzen, gerät auch das private Leben von Toru Watanabe in Aufruhr. Mit seiner ersten Liebe Naoko verbindet ihn eine innige Seelenverwandtschaft, doch ihre Beziehung ist belastet durch den tragischen Selbstmord ihres gemeinsamen Freundes Kizuki. Als die temperamentvolle Midori in sein Leben tritt, die all das ist, was Naoko nicht sein kann, muss Watanabe sich zwischen Vergangenheit und Zukunft entscheiden …

Meine Meinung: Liebe hat viele Gesichter, Freundschaft hat viele Facetten. Dies lernt Toru Watanabe in jungen Jahren auf schmerzvolle Weise und ebenso lernt er zu leben. Ihn und die Menschen in seinem Leben aus dieser für ihn wichtigen Zeit – sie alle, ihre Leben und ihre Gefühle beschreibt Haruki Murakami mit einer Intensitiät und gleichzeitig mit einer Ruhe, die einen tief hineinzieht in die Geschichte und einen erst wieder loslässt, nachdem man das letzte Wort gelesen hat. Naokos Lächeln ist ein leises, wunderschönes Buch, eines das nachklingt.

Bewertung:

(4/5)

Bibliographische Daten:

btb Taschenbuch, 416 Seiten, 2003

Leipziger Buchmesse 16.03.2012

Leipziger Buchmesse: blaues Sofa ~ neue Autoren entdecken ~ Lieblingsautoren treffen ~ Lesungen besuchen ~ signierte Bücher in Händen halten ~ Buchgespräche ~ Inspiration ~ Literatur lebenSAMSUNG

Morgensonne vor der Buchmesse

Um 7 Uhr ging mein Flieger nach Leipzig. Weil alles so schön klappte, war ich bereits um kurz nach halb neun am Messegelände und genoss die Ruhe vor dem Sturm in der Morgensonne. Nach einem Frühstück unweit der Messe machte ich mich auf zu selbiger und lief direkt auf das blaue Sofa zu. Perfekt, so dachte ich mir, denn in meinem Notizbuch standen für 10.30 Uhr und 11 Uhr Olga Grjasnowa und Frido Mann auf dem Programm. Bis dahin schlenderte ich erst einmal durch die Glashalle und lugte in die ersten Hallen hinein. Schön war es hier, ich fühlte mich sofort pudelwohl. Anders als Frankfurt. Schöner als Frankfurt? Egal, fest stand nach einigen Minuten: Leipzig, das ist ab sofort ein regelmäßiger Termin. Denn obwohl ich seit 2000 der Branche angehöre, so hat es mit der Leipziger Buchmesse und mir bisher nie sollen sein.

Olga Grjasnowa auf dem blauen Sofa

Der Messefreitag war ein sonniger Frühlingstag und so genoss ich es morgens durch die Glashalle zu flanieren. Schließlich war ich pünktlich am blauen Sofa, wo es – wie auch schon in Frankfurt immer – sehr voll war und ich nur einen Stehplatz bekam.

Olga Grjasnowa wollte ich im Interview sehen. In diesem Bücherneuerscheinungsfrühling erschien ihr Debütroman bei Hanser und ich war über so eine “Das-könnte-Ihnen-auch-gefallen-Sache” auf Sie aufmerksam geworden. Zudem war die Tatsache, dass ihr Erstlingswerk im Hanser-Verlag erscheint ein Hinweis auf ein gutes Buch. Die Autorin war mir gleich sympathisch. Bescheiden sprach sie über Sprache, über Fremdsein in einer Kultur und das sich-ausprobieren als angehende Schriftstellerin. Sie beantwortete die ihr gestellten Fragen, hörte aber mitunter abrupt auf und ließ die Sätze unvollständig stehen. Eine Angewohnheit, die sie mir noch sympathischer machte, geht es mir selbst doch auch manchmal so. Ihr Buch “Der Russe ist einer, der Birken liebt” ist jedenfalls während des Interviews gleich auf meinem Wunschzettel im Kopf gelandet. Wie bereits erwähnt, nahm nach ihr eine Person auf dem blauen Sofa Platz, die mich auch sehr interessierte:

Frido Mann

Frido Mann, der Enkel Thomas Manns. Sein Buch “Mein Nidden” handelt von dem Sommerhaus, welches sein Großvater Anfang der 30er Jahre baute. Nachdem die Manns jedoch in die USA emigrierten und später in die Schweiz gingen, stand das Sommerhaus lange leer. Erst Intellektuelle aus der Gegend bauten es nach dem Krieg wieder auf, mit solch einer Liebe zum Detail und zur Literatur, dass Frido Mann es ihnen überließ. Bis heute finden seit 1997 in jedem Jahr Kulturfestivals statt. In diesem Jahr wird Frido Mann dort auch aus seinem Buch lesen. Neben der Generation seines Großvaters erzählt Frido Mann auch von der brasilianischen Seite seiner Familie mütterlicherseits. Auch das Haus seiner Urgroßmutter in Paraty ist gut erhalten und dort finden ähnlich wie nun auch in Nidden kulturelle Veranstaltungen statt. In jüngster Zeit hat Frido Mann auch Brücken zwischen den beiden Häusern geschlagen. Zum Schluss erzählt er von dem geplanten Projekt des Mare-Verlags – in dem Mein Nidden erschienen ist, seine Autoren dort eine Schreibstätte zu bieten. – Eine Stunde unter dem Glasdach beim blauen Sofa – so schön es war – nun war eine kleine Kaffeepause angesagt.

Die nächste Stunde flanierte ich durch die Hallen, stöberte hier und da, bis ich mich aufmachte zur Autorenhandlung in Halle 5. Dort signierte die Autorin Holly-Jane Rahlens ihr bei Wunderlich – Imprint des Rowohlt Verlages – erschienenes Buch “Everlasting – Der Mann, der aus der Zeit fiel”. Davon hatte ich schon gehört und gelesen. In meiner Tasche befand sich jedoch ihr Erstling “Becky Bernstein goes Berlin” (Erstauflage 1996, meine ist von 1998). Becky Bernstein – für mich ein ganz besonderes Buch aus der Zeit meines Erwachsenwerdens. Ganz oft gelesen – und eines der Bücher, dem man dies auch ansieht – und heiß geliebt. Als ich am Vorabend sah, dass Holly-Jane Rahlens an diesem Freitag auf der Buchmesse war, stand fest, ich musste mir mein Exemplar unbedingt signieren lassen. Die Autorin schaute nicht schlecht, als jemand mit ihrem Debütroman vor ihr stand. Begeistert erzählte ich ihr, wie sehr ich dieses Buch liebe und sie fragte mich anschließend, ob ich denn Everlasting schon kenne. Als ich verneinte und sagte, hätte nur schon darüber gelesen, sagte sie: “Wer Becky Bernstein liebt, der liebt auch Everlasting”. Wie konnte ich da anders, als kurzerhand das Buch zu kaufen. Auch dieses signierte sie sehr persönlich. Nach “Becky Bernstein goes Berlin” und ihrem zweiten Teil “Mazel Tov in Las Vegas” schrieb die Autorin Kinder- und Jugendbücher. “Everlasting – Der Mann der aus der Zeit fiel” ist ein All-Age-Buch.

Astrid Rosenfeld liest aus
Adams Erbe

Bis zum Nachmittag ging es weiter durch die Hallen – beim Mare-Verlag war ich zufällig am Stand, als dort auch Frido Mann war und warf einen Blick in “Mein Nidden” – welches schon nach dem blauen Sofa auf meinem Wunschzettel gelandet war. Zwischendurch ein Mittagessen, weiter durch die Hallen bis um 16 Uhr Astrid Rosenfeld aus “Adams Erbe” lesen sollte, welches im vergangenen Jahr zur Leipziger Buchmesse erschienen war. Verschlungen hatte ich das Buch seinerzeit und die Lesung war einfach sehr schön.

Astrid Rosenfeld ist sehr sympathisch “Ich muss mich so nah zum Buch runterbücken, bin nämlich sehr kurzsichtig.” Ein abschließendes Spazieren durch die Hallen und ab zu Holly-Jane Rahlens und ihrer Lesung aus Everlasting.

Holly-Jane Rahlens mit Everlasting

Holly-Jane Rahlens mit Everlasting

Herrlich! Wörter, Sprache und die Liebe dazu, auch darüber geht es – neben einer Liebesgeschichte – in Everlasting. Sehr lebhaft und lebendig liest die Autorin und erzählt über ihr Buch. Im zweiten Teil stellen ihr Schüler, die ihr Buch vorab lesen durften, Fragen.

Die Zeit ist knapp und da ich noch zu einem Bücherplausch verabredet bin, verlasse ich die Lesung vorzeitig. Dies bildet den Abschluss eines schönen Tages und eh ich mich versehe sitze ich im Flugzeug zurück nach Köln: glücklich, erfüllt und inspiriert.

Michaela Karl: “Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber” Dorothy Parker. Eine Biografie

Martini Dorothy ParkerMichaela Karl entdeckt auf eine New-York-Reise die Frau, die mit dieser Stadt unweigerlich verbunden ist – Dorothy Parker, bekannt für ihre Bonmots, Kolumnen, Kurzgeschichten und Kritiken. Sie schrieb für die Vogue, Vanity Fair und den New Yorker, war der Star des berühmten Round Table im Algonquin.

Meine Meinung: Dieses Buch ist nicht nur eine Reise durch Dorothy Parkers Leben, sondern auch eine durch die (amerikanische) (Literatur-, Kultur)Geschichte – und dazu in einer Art und Weise geschrieben, die einen mit hinein nimmt in die Roaring Twenties, die Zeit der Prohibition, die des Zweiten Weltkriegs und die der Nachkriegszeit. Dorothy inmitten ihrer Freunde des Round Table. Dorothy auf ihren Europareisen. Dorothy in Hollywood, wo sie sich nie richtig wohl fühlte. Dorothy, die New Yorkerin.

Für mich war dieses Buch ein großes Lesevergnügen und ich habe eine Autorin kennengelernt, die zwar Zeit ihres Lebens mit sich und ihrem Leben zu kämpfen hatte, die aber auch ihre Freunde unterstützte und von diesen getragen wurde; eine Frau, die sich sehr engagieren konnte, wenn sie einmal von einer Sache überzeugt war. Wer ein Faible Literatur, Kunst und New York hat – für den ist dieses Buch das Richtige!

Bewertung:

(5/5)

Anmerkung: Ich habe es in der E-Book-Version gelesen. Leider enthielt diese Version keine Bilder (die es aber durchaus gibt, so hat mir der Bildnachweis verraten… und die bei anderen E-Books auch dabei sind). Darum und weil es auch an sich ein Buch ist, dass ich gerne als Buch in meinem Regal zum immer wieder schmökern und “in die Hand nehmen” haben möchte, wird es auch noch in der Printversion bei mir einziehen – früher oder später – naja, eher früher…

Bibliographische Daten (Buchausgabe):

Hardcover, Residenz-Verlag, 281 Seiten, 2011