Michaela Karl entdeckt auf eine New-York-Reise die Frau, die mit dieser Stadt unweigerlich verbunden ist – Dorothy Parker, bekannt für ihre Bonmots, Kolumnen, Kurzgeschichten und Kritiken. Sie schrieb für die Vogue, Vanity Fair und den New Yorker, war der Star des berühmten Round Table im Algonquin.
Meine Meinung: Dieses Buch ist nicht nur eine Reise durch Dorothy Parkers Leben, sondern auch eine durch die (amerikanische) (Literatur-, Kultur)Geschichte – und dazu in einer Art und Weise geschrieben, die einen mit hinein nimmt in die Roaring Twenties, die Zeit der Prohibition, die des Zweiten Weltkriegs und die der Nachkriegszeit. Dorothy inmitten ihrer Freunde des Round Table. Dorothy auf ihren Europareisen. Dorothy in Hollywood, wo sie sich nie richtig wohl fühlte. Dorothy, die New Yorkerin.
Für mich war dieses Buch ein großes Lesevergnügen und ich habe eine Autorin kennengelernt, die zwar Zeit ihres Lebens mit sich und ihrem Leben zu kämpfen hatte, die aber auch ihre Freunde unterstützte und von diesen getragen wurde; eine Frau, die sich sehr engagieren konnte, wenn sie einmal von einer Sache überzeugt war. Wer ein Faible Literatur, Kunst und New York hat – für den ist dieses Buch das Richtige!
Bewertung:
Anmerkung: Ich habe es in der E-Book-Version gelesen. Leider enthielt diese Version keine Bilder (die es aber durchaus gibt, so hat mir der Bildnachweis verraten… und die bei anderen E-Books auch dabei sind). Darum und weil es auch an sich ein Buch ist, dass ich gerne als Buch in meinem Regal zum immer wieder schmökern und “in die Hand nehmen” haben möchte, wird es auch noch in der Printversion bei mir einziehen – früher oder später – naja, eher früher…
Bibliographische Daten (Buchausgabe):
Hardcover, Residenz-Verlag, 281 Seiten, 2011
Fabrizio Collini erschießt Hans Meyer mit vier Schüssen in dessen Hotelzimmer. Danach wartet er in der Hotellobby auf die Polizei und auf seine Festnahme. Casper Leinen, ein junger Anwalt, der gerade seine eigene Kanzlei bezogen hat, hat Bereitschaftsdienst an diesem Tag und übernimmt die Pflichtverteidigung für Collini. Und behält sie auch, als sich herausstellt, dass Hans Meyer niemand anders ist, als sein Ziehvater. Doch warum tötete Collini, der für keinen ein wirkliches Motiv hatte, Hans Meyer? Leinen recherchiert…
Meine Meinung:
Dies war mein erstes Buch von Ferdinand von Schirach. Viel Gutes hatte ich im Vorfeld über dieses Buch – von Schirachs ersten Roman – und auch den Autor, der zuvor zwei Bände mit Kurzgeschichten veröffentlicht hatte, gehört. Kurz vor Jahresende war es dann soweit und ich begann mit dem Fall Collini… und konnte ihn nur schwer aus der Hand legen. Mit wunderbarer Sprache, klar und deutlich erzählt von Schirach die Geschichte Leinens, sein Verhältnis zur Familie Meyer und lässt Leinen aufdecken, warum Collini so handelte, wie er es tat. Die 208 Seiten verfliegen nur so, da von Schirach schnörkellos, aber dennoch mit viel Atmosphäre erzählt. Am Ende der Showdown - und der Leser bleibt sprachlos zurück. Wer “den Collini” noch nicht kennt, der sollte dies schleunigst nachholen – einzige Entschuldigung wäre noch, auf das Taschenbuch warten zu wollen
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Bewertung:
Bibliographische Daten:
Hardcover Piper Verlag, 208 Seiten, 2011
weitere Ausgaben:
Piper eBook, Hörbuch v. Hörbuch Hamburg
Ein kleines Örtchen in Frankreich: Léon und Louise begegnen sich während des Ersten Weltkriegs und verlieren sich in dessen Wirren aus den Augen und halten sich für tot. 10 Jahre später in Paris: inmitten der Metro sehen Léon und Louise einander wieder. Léon ist nun Ehemann und Familienvater – doch vergessen hat er Louise nicht einen Tag. Louise, noch immer unerschrocken und emanzipiert geht mutig allein ihren Weg. Doch die Liebesgeschichte von Léon und Louise ist noch nicht zu Ende erzählt.
Meine Meinung:
Ein wunderbares Buch – für mich das schönste Buch des Jahres 2011. Im Juli gelesen blitzt es auch jetzt in meinem Kopf immer wieder auf. Capus beschreibt die Zeit – vom Jahr 1918 bis 1986, wie man sie sich besser nicht vorstellen kann und Léon und Louise – sie werden im Kopf lebendig. Es gibt ganz klar nur eine Empfehlung: lesen!
Bewertung:
Bibliographische Daten:
320 Seiten, Gebundene Ausgabe, Hanser Verlag, 2011
Weitere Ausgaben:
eBook, Hörbuch im Hörverlag, vor. Erscheinungsdatum des Taschenbuchs 1.Juli 2012