Inhalt: Tokio in den späten 60er Jahren: Während sich auf der ganzen Welt die Studenten versammeln, um das Establishment zu stürzen, gerät auch das private Leben von Toru Watanabe in Aufruhr. Mit seiner ersten Liebe Naoko verbindet ihn eine innige Seelenverwandtschaft, doch ihre Beziehung ist belastet durch den tragischen Selbstmord ihres gemeinsamen Freundes Kizuki. Als die temperamentvolle Midori in sein Leben tritt, die all das ist, was Naoko nicht sein kann, muss Watanabe sich zwischen Vergangenheit und Zukunft entscheiden …
Meine Meinung: Liebe hat viele Gesichter, Freundschaft hat viele Facetten. Dies lernt Toru Watanabe in jungen Jahren auf schmerzvolle Weise und ebenso lernt er zu leben. Ihn und die Menschen in seinem Leben aus dieser für ihn wichtigen Zeit – sie alle, ihre Leben und ihre Gefühle beschreibt Haruki Murakami mit einer Intensitiät und gleichzeitig mit einer Ruhe, die einen tief hineinzieht in die Geschichte und einen erst wieder loslässt, nachdem man das letzte Wort gelesen hat. Naokos Lächeln ist ein leises, wunderschönes Buch, eines das nachklingt.
Bewertung:
Bibliographische Daten:
btb Taschenbuch, 416 Seiten, 2003
Ein kleines Örtchen in Frankreich: Léon und Louise begegnen sich während des Ersten Weltkriegs und verlieren sich in dessen Wirren aus den Augen und halten sich für tot. 10 Jahre später in Paris: inmitten der Metro sehen Léon und Louise einander wieder. Léon ist nun Ehemann und Familienvater – doch vergessen hat er Louise nicht einen Tag. Louise, noch immer unerschrocken und emanzipiert geht mutig allein ihren Weg. Doch die Liebesgeschichte von Léon und Louise ist noch nicht zu Ende erzählt.
Meine Meinung:
Ein wunderbares Buch – für mich das schönste Buch des Jahres 2011. Im Juli gelesen blitzt es auch jetzt in meinem Kopf immer wieder auf. Capus beschreibt die Zeit – vom Jahr 1918 bis 1986, wie man sie sich besser nicht vorstellen kann und Léon und Louise – sie werden im Kopf lebendig. Es gibt ganz klar nur eine Empfehlung: lesen!
Bewertung:
Bibliographische Daten:
320 Seiten, Gebundene Ausgabe, Hanser Verlag, 2011
Weitere Ausgaben:
eBook, Hörbuch im Hörverlag, vor. Erscheinungsdatum des Taschenbuchs 1.Juli 2012
Eine Weile bin ich um dieses Buch herumgeschlichen, doch als neues Lesefutter her musste, konnte ich nicht widerstehen… Zum Glück nicht!
Kurzbeschreibung:
Emma und Dexter verbringen nach ihrer Abschlussfeier im Jahr 1988 eine erste Nacht miteinander. Anschließend ergreift Dexter erstmal die Flucht. Die große Liebe kann es doch in seinem zarten noch nicht geben, oder? Über 20 Jahre lang darf der Leser Emma und Dexter begleiten, immer am selben Tag – immer am 15 Juli.
Mein erster Leseeindruck:
David Nicholls besitzt eine Art zu schreiben, die auf mich einen unglaulichen Lesesog ausübt. Die Charaktere und deren Umfeld beschreibt er sehr genau. Und auch bei manch einem Charakterzug der Protagnisten der nicht so ganz sympathisch ist – ich kann nicht aufhören.
Bereits jetzt für mich ein ganz besonderes Buch!!
Klappentext: Maja und Cora, Freundinnen seit sie sechzehn sind, lassen sich von den Männern so schnell nicht an Draufgängertum überbieten. Kavalierinnendelikte und böse Mädchenstreiche sind ebenso von der Partie wie Mord und Totschlag. Wehe denen, die ihrem Glück in der Toskana im Wege stehen!
Meine Meinung: Mein zweites Buch von Ingrid Noll, nach „Der Hahn ist tot“. Ich machs kurz: Nolls zweites Buch „Die Häupter meiner Lieben“ gefiel mir noch besser. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht Majas. Der Leser erfährt, wie sich die beiden Freundinnen Cora und Maja kennen lernten und wie sich ihre Beziehung immer weiter und tiefer entwickelte. Ob in der kleinen dunklen Wohnung in der Maja mit ihrer Mutter lebt, ob im großen Haus als sie von Coras gut betuchten Eltern aufgenommen wird oder in der Toskana in der Wohngemeinschaft, bei deren Zusammensetzung Cora und Maja ein wenig nachhelfen – Ingrid Noll beschreibt all diese Orte, die Personen, die dort leben und ihre Gefühle so deutlich und auf eine Art und Weise, die mich direkt ins Buch und zu Maja und Cora in die schöne Gegend um Florenz mitgenommen hat und die ich nach den 280 Seiten nicht verlassen wollte.
Mein Fazit: Nachdem ich Ingrid Noll nun mit ihren beiden ersten Büchern kennen gelernt habe, freue ich mich auf alle Bücher von ihr die noch vor mir liegen.
Von meinen Neuerwerbungen der letzten Woche habe ich mich nun für “Der Hahn ist tot” von Ingrid Noll entschieden. Das erste Buch der Autorin ist auch mein erstes Buch von ihr und mein erster Krimi seit langer Zeit. Und es gefällt mir bislang sehr gut. Der erste Mord ist geschehen, der zweite wird gerade geplant.
Inhalt: Sie hält sich für eine Benachteiligte, die ungerecht behandelt wird und zu kurz kommt. Mit zweiundfünfzig Jahren trifft sie die Liebe wie ein Hexenschuss. Diese Chance muss wahrgenommen werden, Hindernisse müssen beiseite geräumt werden. Sie entwickelt eine bittere Tatkraft: Rosemarie Hirte, Versicherungsangestellte, geht buchstäblich über Leichen, um den Mann ihrer Träume zu erbeuten. (Klappentext)
Erster Leseeindruck: Schwarz, makabar und trotzdem eine Protagonistin, die irgendwie bewegt. Denn man wünscht es Rosie so sehr, dass sie ihr Glück in der Liebe findet. Auch wenn ihr dies – bislang nicht recht gelingen will.
Ingrid Noll nimmt einen direkt mit in die Geschichte und so recht will man diese nicht verlassen, bis das Buch zu Ende gelesen ist.